Chronik – Kurzfassung

1817 machte sich Friedrich Graumann 30-jährig in Sechshaus bei Wien selbstständig, nachdem er vier Jahre zuvor aus Berlin zugewandert war.

Nutzung der Wasserkraft:

Der Welser Mühlbach zweigt beim Kraftwerk Traunleiten ab, ist ein natürlicher Nebenarm der Traun mit mehreren Verzweigungen und hat eine Länge von rd. 30 km.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren allein im Trauner Stadtgebiet 8 Getreidemühlen, ein Sägewerk und ein Hammerwerk. Firmen wie Gruber & Kaja (zuvor Enderlin), Feurstein, Gabler, Zauner-Mühle u.v.a. sind noch heute ein Begriff. 

 

1825: „Winklmüll“ noch 4-Kanter 1825: „Winklmüll“ noch 4-Kanter

1832 bewarb sich der 2o-jährige, aus Olmütz zugezogene Josef Lang als Webereigeselle bei Graumann.

1836 Die Trauner Winklmühle wird zu einer Spinnerei ausgebaut. Josef Lang heiratet die Tochter von Friedrich Graumann.

1842 Kauf eines Grundstücks in Sechshaus und Bau des Stammhauses.

Stammhaus Sechshaus 160 (Hauptstraße 21, später Sechshauserstraße 17) – Foto aus dem Jahr 1915.

Stammhaus Sechshaus 160 (Hauptstraße 21, später Sechshauserstraße 17) – Foto aus dem Jahr 1915.

1856 stirbt Friedrich Graumann als Grossvater von 18 Enkeln.

Friedrich Graumann (1786-1856)

Friedrich Graumann (1786-1856)

1869 Josef Lang, Schwiegersohn von Friedrich Graumann, erwarb die Trauner Winklmühle.

Ölgemälde der „Winklmühle“ aus 1882 von Prof. Otto Fessler.

Ölgemälde der „Winklmühle“ aus 1882 von Prof. Otto Fessler.

1872-1876 Bau der Weberei West

1875 Bau des Magazins

1877 Bau des Langhauses für die Arbeiter

1892 – 1894 Bau der Färberei

1900 – 1933 Drittes Standbein Haslau in Böhmen

1906 Bau der Weberei Ost

1909 Erweiterung des Kesselhauses

1912 – 1914 letzte Erweiterung durch südliche Appretur

Flugaufnahme aus 1924. Links Erweiterung der Weberei Ost, oberhalb Dach vom „Bader-Haus“ sowie „Böhmische Villa“. Direkt neben dem „Lang-Haus“ das Dach vom „Hummelgütl“ an der Bahnhofstrasse 6. Im Hintergrund die Firma Feurstein.

Flugaufnahme aus 1924. Links Erweiterung der Weberei Ost, oberhalb Dach vom „Bader-Haus“ sowie „Böhmische Villa“. Direkt neben dem „Lang-Haus“ das Dach vom „Hummelgütl“ an der Bahnhofstrasse 6. Im Hintergrund die Firma Feurstein.

1933 Verkauf der Wiener Häuser, der Fabrik in Haslau und Konzentration in Traun

1954 erwarb die englische Königin bei Harrods of London zwei Badezimmergarnituren

Krebse und andere Riffmotive als Badematte.

Krebse und andere Riffmotive als Badematte.

1958 Auflösung der Produktion, Verkauf der Maschinen und Vermietung der Hallen

1967 – 1972 Bau von Kiosken entlang des nördlichen Fabrikareals, zunächst östlich vom Langhaus (5) und dann auch westlich (Hofer + 3)

1983 Zuschüttung des nördlichen Astes des Welser Mühlbachs, Verlegung der Hauptzufahrt zum Graumann-Areal von Süden über die Fabrikstraße

1999 Umwidmung des Graumann-Areals von „gemischtem Industriegebiet“ zu „Kernzone“

2007 Besiedlung des Graumann-Zentrums mit Geschäften, Ärzten und 12 Eigentumswohnungen, 58-TG-Plätze

Graumann-Zentrum

Im Vordergrund das Graumann-Zentrum, rechts dahinter das Herrenhaus, davon links die Färberei

2017  Anlässlich des 200-jährigen Firmenbestehens veröffentlicht Tassilo Lang die Firmen-Chronik 

Bis 2018 Hallenvermietung Weberei, u.a. 20 Jahre „Spinnerei“

2021 Der Baubeginn von 3 Stadthäusern mit 90 Eigentumswohnungen und den Graumann-Lofts an der Bahnhofstraße markiert die Erweiterung des Trauner Stadtzentrums ins Graumann-Viertel, dem neuen Herzen von Traun

Graumann-Viertel

Graumann-Viertel – erste Bau-Etappe